nosoftwarepatents award

Eine 2006 von 1&1 Internet, GMX sowie den Kampagnenpartnern mySQL, red Hat und CAS Software gestartete Kampagne, die anhand konkreter Beispiele die Gefahren greifbar macht, die von einer drohenden Legitimierung von Softwarepatenten ausgeht. Mit der Verleihung des nosoftwarepatents-award 2006 wollen die Unternehmen darauf aufmerksam machen, dass europäische Patentämter seit den 80er Jahren tausende von Softwarepatenten erteilt haben und dass ein Ende dieser Patentierungspraxis nicht in Sicht ist: Immer wieder neue, von Patentämtern erteilte Softwarepatente vergrößern die Gefahr möglicher Schäden für die Wirtschaft und bremsen Software-Innovationen in Europa. Die Kampagne macht anhand konkreter Beispiele die Gefahren greifbar, die von einer drohenden Legitimierung von Softwarepatenten ausgeht.

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Web-basierte Dokumentverwaltung

Patentierte Idee: Für digital vorliegende Dokumente automatisch eine Navigations-Oberfläche mit Suchfunktion erstellen
Hauptanspruch: Digital vorliegende Dokumente in ein einheitliches Zieldatenformat konvertieren, gemäß vorher definierter Regeln "Kennzeichnungen" in einer Datenbank abspeichern, daraus wiederum eine Navigations-Oberfläche mit Suchfunktion als dynamischen Hypertext generieren

Alltagsparallele: Eine Bibliothek legt für jedes Buch eine Karteikarte ("Kennzeichnung") mit Suchbegriffen (Autor, Titel, ...) an. Anhand dieser Karteikarten ("Datenbank") können Bibliotheksmitarbeiter ("dynamische Navigations-Oberfläche") Suchanfragen der Besucher effizient bearbeiten.

Beispiele für Patentverletzung:
  • Internet-Suchmaschinen
  • Jede Software für ein webseitenbasiertes Homepage-Fotoalbum, das eine Datenbank verwendet und dynamisches HTML erzeugt
(übernommen von "nosoftwarepatents award"


KEINE Software-Patente

Gewinner und Verlierer

  • Patentämter und Patentanwälte verdienen naturgemäß an jedem Patent.
  • Amerikanische Großkonzerne können mit Hilfe ihrer riesigen Patent-Pools Druck auf kleinere Unternehmen ausüben und ihre Marktdominanz weiter ausbauen.
  • Einer dieser Großkonzerne (Microsoft Inc.) hat mehrfach angekündigt, Software-Patente gezielt einzusetzen, um sich der Konkurrenz der freien Software zu entledigen.
  • Spezielle Patent-Grabber-Firmen, die selbst keine Software entwickeln, sondern ausschließlich Patente anmelden, sind die einzigen, die selbst von den Großkonzernen Lizenzgebühren kassieren können.
Alle anderen verlieren. Besonders hart trifft es Einzelentwickler, kleine und mittelständische Software-Unternehmen sowie alle, die Freie Software entwickeln oder einsetzen.
(übernommen von FFII

Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.
Mahatma Gandhi, 1869 - 1948  

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Früher war der Mensch Herr seines Wissens. Heute ist das Wissen sein Gebieter. (John Steinbeck)
Nicht das Wissen, sondern die Eigentümer des Wissens sind heute die wahren Herrscher, sollte es besser heißen.

Weitere Informationen über Software-Patente finden Sie unter:

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