Ursachen für fehlerhafte Statistiken sind sehr vielfältig
und meist ist wohl keine betrügerische Absicht dahinter.
Unwissenheit und Naivität, vor denen auch sogenannte Experten
häufig nicht verschont bleiben, stehen meist Pate für
falsche und trügerische Statistiken. Aber leider kann man allzu
häufig in der Wirtschaft, Politik und auch in der Wissenschaft die
Erzeuger einer fehlerhaften Statistik nicht immer von der
Betrugsabsicht freisprechen.
Die folgende Liste enthält die gebräuchlichsten Fehlerquellen:
- Mangelndes Verständnis der statistischen Methoden und ihrer vernünftigen Anwendungen.
- Viele statistischen Diagramme signifizieren, wenn man genauer hinschaut, etwas ganz anderes, als suggeriert wird
- Oft fehlen wichtige Zusatzinformation, sei es versehentlich oder durch absichtliche Unterschlagung.
- Systematische Fehler
- Eine "signifikante Korrelation" stellt nicht unbedingt einen
Kausalzusammenhang her. "Bierverbrauch pro Kopf in Deutschland ist
signifikant höher als in Finnland" und "Die Pisa Ergebnisse in
Finnland liegen deutlich höher als in Deutschland". Daraus folgt
natürlich nicht, dass der Bierverbrauch Schuld am schlechten
Abschneiden Deutschlands an der Pias Studie ist.
- Unzulässige Verallgemeinerung oder Extrapolationen von Ergbenissen, z.B. bei Wirtschafts- und Bevölkerungsprogrnosen.
Einige Standardfragen an zweifelhafte Statistiken sind: ,,Na und, was soll's?", ,,Was für eine Absicht steckt dahinter?", ,,Was fehlt?", "Was wurde vergessen oder verschwiegen?" ,,Woher weiß man das?" ,,Was besagt das wirklich?"