Teil 1
Moonlight, Sea and Solitude
Mondbeschienene Küsten, Abendhimmel und jene tiefe Einsamkeit, in der Friedrichs Landschaften zu inneren Räumen werden.
Film auf YouTube ansehen →KleinTones · Neue fünfteilige Kunstfilmreihe
63 Gemälde, fünf thematische Filme und mehr als zwei Stunden Originalmusik von Bernd Klein.
Caspar David Friedrich (1774–1840) gehört zu den bedeutendsten Malern der deutschen Romantik. Doch seine Bilder zeigen nie nur Landschaft. Nebel, Mondlicht, kahle Bäume, zerbrochenes Eis, ferne Berge und verfallene Klöster werden bei ihm zu Bildern menschlicher Erfahrung.
Berühmt sind seine Rückenfiguren: Menschen, die vor einer überwältigenden Natur stehen und in dieselbe Richtung blicken wie wir. Friedrich erklärt uns nicht, was sie empfinden. Er öffnet vielmehr einen Raum, in dem sich Staunen, Einsamkeit, Hoffnung und die Ahnung von Unendlichkeit begegnen.
Friedrich wurde 1774 in Greifswald geboren, das damals zu Schwedisch-Pommern gehörte. Nach ersten Zeichenstudien in seiner Heimatstadt studierte er an der Kunstakademie in Kopenhagen. 1798 zog er nach Dresden, wo er den größten Teil seines weiteren Lebens verbrachte und zu einer zentralen Figur der deutschen Romantik wurde.
Seine Motive fand Friedrich häufig auf Wanderungen an der Ostsee, auf Rügen, im Riesengebirge, im Harz und in der Umgebung Dresdens. Die fertigen Gemälde sind jedoch selten genaue Abbilder eines einzelnen Ortes. Friedrich kombinierte Beobachtungen, verschob Größenverhältnisse und ordnete Landschaftselemente so, dass aus Natur eine geistige und emotionale Bildwelt entstand.
Seine scheinbar stillen Bilder sind sorgfältig konstruiert. Horizontlinien, Bäume, Felsen, Ruinen und Figuren besitzen oft eine präzise kompositorische Funktion. Berühmt wurde die Rückenfigur: ein Mensch, den wir von hinten sehen und der mit uns in dieselbe Landschaft blickt. Dadurch wird der Betrachter nicht nur Zuschauer, sondern beinahe Teil des Bildes.
Friedrich war zu Lebzeiten zeitweise erfolgreich, geriet in seinen späteren Jahren jedoch zunehmend aus der Mode. Um 1900 wurde sein Werk neu entdeckt. Heute gilt er als einer der wichtigsten europäischen Landschaftsmaler und als ein Künstler, der Landschaft zu einem Träger von Erinnerung, Spiritualität, Einsamkeit und existenzieller Erfahrung gemacht hat.
Die Filmreihe
Jeder Film folgt einem eigenen Thema. Langsame Kamerabewegungen führen zunächst in ausgewählte Details und geben anschließend den Blick auf das vollständige Gemälde frei. Ein neues Musikstück beginnt immer mit einem neuen Bild. Alle Kompositionen stammen von Bernd Klein.
Teil 1
Mondbeschienene Küsten, Abendhimmel und jene tiefe Einsamkeit, in der Friedrichs Landschaften zu inneren Räumen werden.
Film auf YouTube ansehen →Teil 2
Wasser in all seinen Gestalten: Flüsse, Nebel, Wolken, Meer und Eis – begleitet von der vollständigen „Liquid Dreams Symphony“.
Film auf YouTube ansehen →Teil 3
Berge wie Kathedralen, gotische Ruinen und uralte Steine als Orte der Erinnerung, Erhabenheit und spirituellen Stille.
Film auf YouTube ansehen →Teil 4
Frühling, Tageszeiten und wiederkehrendes Licht: Natur als Sinnbild für Wandel, Erneuerung und den Rhythmus der Zeit.
Film auf YouTube ansehen →Teil 5
Wanderer, Schiffe und Menschen vor unendlichen Horizonten – eine Reise durch Aufbruch, Erinnerung und Lebensstufen.
Film auf YouTube ansehen →Die fünf Filme verwenden jedes der 63 ausgewählten Gemälde und jedes Musikstück genau einmal. Zusammen bilden sie keine bloße Bilderfolge, sondern eine große Reise durch Meer und Mondlicht, Wasser und Eis, Berge und Ruinen, Natur und Zeit – bis hin zum Menschen vor dem offenen Horizont.