Teil 1
Seas, Storms and Shipwrecks
Meer, Sturm, Schiffe und Schiffbruch: Turner zeigt Natur als Schönheit, Gefahr und überwältigende Bewegung.
Film auf YouTube ansehen →KleinTones · Fünfteilige 4K-Kunstfilmreihe
Fünf thematische Filme über einen der radikalsten Maler von Licht, Wetter und Bewegung.
Joseph Mallord William Turner (1775–1851) verwandelte Landschaftsmalerei in ein Experiment mit Licht, Farbe, Atmosphäre und Bewegung. Meer und Sturm, Feuer und Dampf, Städte im Nebel und Berge im wechselnden Licht lösen sich bei ihm oft beinahe in reine Wahrnehmung auf.
Die fünf Filme folgen unterschiedlichen Seiten dieses Werks. Langsame Kamerafahrten führen in Details und kehren anschließend zur Gesamtkomposition zurück; meine Musik bildet dabei keinen bloßen Hintergrund, sondern einen zweiten zeitlichen Raum für die Bilder.
Turner wurde 1775 in London geboren und trat bereits mit vierzehn Jahren in die Schulen der Royal Academy ein. Schon als Jugendlicher stellte er Aquarelle aus. Aus dem außerordentlich präzisen Zeichner und topografischen Beobachter entwickelte sich im Laufe der Jahrzehnte ein Maler, der die Grenzen der Landschaftsmalerei immer weiter verschob.
Reisen waren für seine Kunst entscheidend. Turner durchquerte Großbritannien und reiste wiederholt durch Frankreich, die Schweiz, Deutschland und Italien. Besonders Venedig, die Alpen und das Meer lieferten ihm Motive, die er in zahllosen Skizzen festhielt und später im Atelier neu zusammensetzte.
Turner beherrschte Aquarell und Ölmalerei gleichermaßen. Transparente Farbschichten, Lasuren, Verwischungen, Kratzen und kräftige Akzente dienten ihm dazu, Licht nicht nur darzustellen, sondern fast zum eigentlichen Gegenstand des Bildes zu machen. In den späten Werken verlieren Gegenstände oft ihre festen Konturen: Regen, Dampf, Gischt, Feuer oder Sonnenlicht scheinen Formen aufzulösen.
Mit diesem freien Umgang mit Farbe und Atmosphäre wurde Turner zu einer Schlüsselfigur auf dem Weg zur modernen Malerei. Spätere Künstler und Kritiker sahen in ihm einen Vorläufer des Impressionismus; manche seiner späten Bilder wirken aus heutiger Sicht erstaunlich nahe an der Abstraktion. Gleichzeitig blieb er tief in der Tradition der Landschafts- und Historienmalerei verwurzelt.
Die Filmreihe
Alle fünf Teile sind jetzt veröffentlicht. Die Reihenfolge unten entspricht der abgeschlossenen Serie.
Teil 1
Meer, Sturm, Schiffe und Schiffbruch: Turner zeigt Natur als Schönheit, Gefahr und überwältigende Bewegung.
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Teil 2
Feuer, Dampf und Geschwindigkeit führen in Turners Blick auf Industrialisierung und die entstehende moderne Welt.
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Teil 3
Venedig, Rom und Zürich erscheinen als Städte des Lichts, des Wassers, der Erinnerung und des atmosphärischen Nebels.
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Teil 4
Berge, Burgen und Stonehenge verbinden Geologie, Geschichte und Architektur mit Turners Sinn für das Erhabene.
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Teil 5
Seen, Wasserfälle und Ruinen lösen sich in Licht und Atmosphäre auf. Der abschließende Film zeigt besonders deutlich Turners immer freier werdenden Umgang mit Farbe, Licht und Form.
Film auf YouTube ansehen →Dieser Film mit einem Turner-Gemälde entstand unabhängig von der fünfteiligen Reihe und gehört bewusst nicht zu den fünf Serienteilen.
Sonnenaufgang, Licht und ruhige Bildräume mit Musik für Oboe und Klavier.
Zusammen bilden die fünf Filme eine Reise vom Meer und den Naturgewalten über die industrielle Moderne und die europäischen Städte bis zu Bergen, Architektur und Turners immer freier werdendem Umgang mit Licht und Farbe.